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Merkblatt zur Mietrechtsberatung

Beratung - aber wie?

Sie erwarten zu Recht, daß wir Sie als unser Mitglied optimal beraten. Deshalb ist es aber wichtig, daß Sie wissen, wie wir unsere Beratung organisiert haben. Bitte akzeptieren Sie, daß wir bei der großen Zahl Ratsuchender ohne »Spielregeln« nicht auskommen. 

1. Mietrechtsberatung nur für Mitglieder! 

Der Mieterverein ist keine öffentlich finanzierte Beratungsstelle für alle Mieter. Er ist ein Zusammenschluß von Mietern und trägt sich nur über Mitgliedsbeiträge. Nur unsere Mitglieder dürfen im Bereich des Mietrechts rechtlich beraten werden. Es ist uns nach dem Rechtsberatungsgesetz verboten, eine Rechtsberatung an Nichtmitglieder, auch gegen die Berechnung einer Gebühr, durchzuführen. 

2. Unsere Geschäftsstelle 

Ob Sie anrufen oder vorbeikommen, zunächst erreichen Sie unsere Verwaltungs-Mitarbeiterinnen. Dies sind keine Juristinnen, so daß es zwecklos ist, juristische Fragen zu stellen. Sie können aber alle Fragen zur Mitgliedschaft, zum Stand der Beitragszahlung klären und einen Beratungstermin vereinbaren. 

3.Terminvereinbarung 

Im Vordergrund steht das persönliche Gespräch, in dem Sie mit den Rechtsberatern Ihre mietrechtlichen Probleme erläutern können. Hierzu ist die Vereinbarung eines Termins zwingend notwendig, um einen geordneten Ablauf zu gewährleisten. Viele glauben, ihr Problem könne »mal so ebenda« besprochen und geklärt werden. Dies ist aber ein Irrtum, da eine korrekte und verbindliche Beratung fast immer voraussetzt, daß die Berater Hintergrundinformationen abfragen können. Beispielsweise können viele gesetzlichen Regelungen durch entsprechende Klauseln im Mietvertrag abgeändert werden. Wenn Sie eine verbindliche Auskunft erwarten, müssen Sie den Beratern die Chance geben, sich alle notwendigen Unterlagen durchsehen zu können. Dies ist einer der Gründe, warum viele Beratungsgespräche nicht durch eine Telefonauskunft zu ersetzen ist. Es liegt in Ihrem Interesse, wenn wir uns und Sie sich auf ein gemeinsames Beratungsgespräch vorbereiten können. Für das persönliche Gespräch mit Ihnen haben unsere Berater einen Zeitumfang von 30 Minuten vorgesehen. In diesen Abständen werden auch die Termine mit weiteren Ratsuchenden vereinbart. Aus unseren jahrelangen Erfahrungen wissen wir, daß bei konzentrierter Arbeit dieser Zeitumfang in der Regel ausreicht, um die dringendsten Fragen zu beraten. In bestimmten Ausnahmefällen, in denen sich das Problem als zu umfangreich und damit als zu kompliziert erweist, wird kurzfristig ein weiterer Termin vereinbart. Es darf auf keinen Fall zu Verzögerungen bei den anderen Terminvereinbarungen kommen. Das gibt Streß und Ärger, von dem auch Sie ein anderes Mal betroffen werden könnten. Wenn Sie bei Auftreten eines mietrechtlichen Problems rechtzeitig/unverzüglich mit uns einen Beratungstermin vereinbaren, dann wird es in den meisten Fällen keine »sofort« zu beratenden Probleme geben. In der Regel hat ein Mieter bei mietrechtlichen Problemen ausreichend Zeit zur Prüfung. Forderungen von Vermietern und deren Anwälten, sich innerhalb weniger Tage zum Problem zu äußern, sind meistens nicht gerechtfertigt. Sie sollten sich dadurch nicht »verrückt« machen lassen. Wir wissen und können beurteilen, was eilt und was nicht. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich telefonisch an uns, damit wir mit Ihnen einen rechtzeitigen Termin vereinbaren können. Stehen Sie bitte nicht unvorbereitet bei uns auf der »Matte«. 

4. Beraterwechsel 

Oft sind mehrere Beratungen erforderlich. Merken Sie sich bitte Ihren Berater, vermeiden Sie Beraterwechsel. Jeder neue Berater muß sich erst wieder mühsam in Ihre Problematik einarbeiten. Das ist meistens sehr zeitaufwendig und hindert uns an einer schnellen Bearbeitung Ihres Problems. Haben Sie den Eindruck, daß zwischen Ihnen und Ihrem Berater die »Chemie« nicht stimmt, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an den Geschäftsführer. In den meisten Fällen handelt es sich um unbegründete Vorbehalte. 

5. Auf Fristen achten! 

Ihre Mitarbeit ist erforderlich, wenn der Vermieter nicht reagiert. Unsere Schreiben enthalten in der Regel Fristen. Für die Einhaltung dieser Fristen benötigen wir in den meisten Fällen Ihre Kontrolle. Bei Überschreitung von Fristen vereinbaren Sie bitte unverzüglich einen neuen Beratungstermin. 

6.Telefonische Kurz-Beratung 

Bei kleineren mietrechtlichen Problemen, in akuten Notfällen oder bei Nachfragen zu laufenden Angelegenheiten können Sie uns zu den o. g. telefonischen Beratungszeiten anrufen. Bitte halten Sie dazu unbedingt Ihre Mitgliedsnummer bereit! Während der Zeit der persönlichen Beratung (s.o.) wird grundsätzlich nicht mit den Beratern telefonisch verbunden. Denken Sie bitte daran, daß die telefonische Beratung zeitlich eng begrenzt werden muß, da viele Mitglieder davon Gebrauch machen. 

7. Rechtsschutzversicherung (RSV) 

Die RSV ist für alle Mitglieder mit ihrer gemieteten Wohnung obligatorisch. Besteht bereits eine eigene Miet-RSV, so kann der Vorstand das Mitglied von der Vereins-RSV ausnahmsweise freistellen. Hat das Mitglied neben seiner gemieteten Wohnung noch weitere separat gemietete/gepachtete Objekte (z.B. eine weitere Wohnung, eine Garage, einen Bungalow), so können diese Objekte auf Antrag über eine Zweitobjekt-RSV mitversichert werden. (S. Hinweise zur Rechtsschutzversicherung)