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Aus der Lokalpresse

Ostsee-Zeitung, 23. Juli 2013
 

Hohe Miete macht Familien arm

Kleinverdienern bleibt nach Abzug der Wohnkosten weniger als Hartz IV Rostock/Gütersloh - Wegen hoher Mietkosten rutschen einkommensschwache Familien laut einer Stu­die in vielen größeren deutschen Städten unter Hartz-IV-Niveau. In 60 der 100 größten Städte haben sie nach Abzug der Miete im Schnitt weniger Geld zur Verfügung als den Hartz-IV-Regelsatz von 1169 Euro im Monat, wie die Ber­telsmann Stiftung nach einer Unter­suchung gestern mitteilte. In Rostock und Schwerin geben arme Familien 28 beziehungswei­se 31 Prozent ihres Einkommens für die Miete aus. Ihnen bleiben in Rostock 996 Euro monatlich zum Leben - 173 Euro oder 14% Prozent weniger als der Hartz-IV-Satz. In. Schwerin verbleiben diesen Famili­en noch 991 Euro, 178 Euro oder 15,2 Prozent weniger als Hartz-IV. Berechnet wurden diese Zahlen für eine vierköpfige Familie: zwei Erwachsene und zwei Kinder, ei­nes im Alter bis sechs Jahre und ei­nes im Alter von sieben bis 14 Jah­ren. Ihr Einkommen beträgt ein­schließlich Kinder-. und Wohngeld weniger als 60 Prozent des regiona­len Durchschnitts, wie es hieß. Noch deutlicher als unter dem Hartz-IV-Regelsatz liegen die ver­fügbaren Einkommen dieser Famili­en unter der jeweiligen regionalen Armutsschwelle, die für die Studie ermittelt wurde und das Einkom­mensniveau der Region berücksich­tigt. Diese Armutsgrenze für Famili­en liegt in Rostock bei insgesamt. l384 Euro und in Schwerin bei bei 1431 Euro Monatseinkommen. Zum Verg1eich: In Jena (Thürin­gen) bleiben solchen Familien laut Studie nach Überweisung der Mie­te rechnerisch nur 666 Euro im Mo­nat. Ihr verfügbares . Einkommen liege 43 Prozent unter dem Niveau der Grundsicherung. Andererseits verbleiben einer Familie in Heil­bronn (Baden-Württemberg) — bei entspannterem Wohnungsmarkt und relativ hohen Durchschnitts­einkommen — 1941 Euro, das liege 66 Prozent über Hartz-IV-Niveau. Bundesweit sehr unterschiedlich stellt sich der Wohnungsmarkt dar. Für arme Familien kommen laut Studie in Potsdam und Jena nur ein Prozent der Etagenwohnungen in­frage, im Schnitt der 100 einwoh­nerstärksten Städte Deutschlands sind es 32 Prozent. In Rostock liegt der Anteil der geeigneten Wohnun­gen bei zehn Prozent, in Schwerin bei elf Prozent. RW, dpa

Bild-Zeitung, 23. Juli 2013    Bertelsmann-Studie warnt

Familien nach Miete unter Hartz-IV-Niveau

Berlin - Armutsfalle Mietkosten! Viele einkommensschwache Familien rutschen nach Abzug der Miete unter Hartz-IV-Niveau.
Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach haben arme Familien in 60 der 100 größten Städte Deutschlands nach Mietabzug im Schnitt weniger Geld zur Verfügung als den Hartz-IV-Regelsatz von 1169 Euro/Monat (Grundsicherung).

Gundlage der Berechnung: vierköpfige Familie (1 Kind bis 7 Jahre, 1 Kind zwischen 7 und 14 Jahren), die weniger als 60 % des regionalen Durchschnittseinkommens hat.
Dramatisch ist die Lage dort, wo niedrige Einkommen auf einen angespannten Wohnungsmarkt treffen (hohe Mieten, wenige Wohnungen).
In lena z. B. bleiben armen Familien nach Überweisung der Miete rechnerisch 666 Euro/Monat - 43% weniger als Grundsicherung.
Zu dieser Problematik s. Leitantrag des Landesverbandes auf dem Verbandstag am 19. April 2008 in Warnemünde! http://www.mieterbund-mvp.de/news_lvtag08leitantrag.htm


/OZ/LOKAL/HRO vom 11.05.2012 20:00
CDU will mehr Wiro-Wohnungen verkaufen/Rostock
(OZ) - Der CDU Kreisverband Rostock verabschiedete am Freitagabend ein neues Zukunftsprogramm. Darin enthalten sind Forderungen nach einem weiteren Verkauf von Wohnungen aus dem Wiro-Bestand, eine Reduzierung der Ortsbeirats-Mitglieder, mehr Parkplätze in Wohngebieten und der Ausbau von Stadtteilbegegnungszentren.
Mit dem 20 Seiten umfassenden Papier unter dem Namen Rostock 2022 wollen die Christdemokraten ihren Mitgliederschwund stoppen und, nach Aussage des Kreisvorsitzenden Dr. Jörn-Christoph Jansen, „das Profil schärfen".

OZ LESERBRIEFE
Leserbrief vom 12.05.2012 00:31
Absolut unverständlich!
Die Rostocker CDU scheint wirklich von allen guten Geistern verlassen zu sein. Es sollte sich doch mittlerweile auch bis zu den Christdemokraten unserer Stadt herumgesprochen haben, welche schlechten Erfahrungen Kommunen und Mieter andernorts mit dem Verkauf von Wohnungspaketen gemacht haben: Höhere Mieten, schlechtere Instandhaltung, noch schlechterer Service. Eine Zumutung für die Mieter.
Aber auch für Stadt macht das keinen Sinn: Nicht nur verliert man die Steuerungsfähigkeit über Wohnungsmarkt und Stadtentwicklung, man zahlt auch drauf.Jetzt, wo der Bestand saniert ist, verdient die Wiro endlich gutes Geld. Die Rendite für die Stadt Rostock ist derzeit höher, als die Zinsen, die die Stadt für ihre eigenen Kredite zahlen muss.
Unter dem Strich würde unsere Stadt also momentan draufzahlen, wenn Wiro-Wohnungen verkauft und damit Schulden zurück gezahlt würden. Dass die CDU das nicht zur Kenntnis nimmt, grenzt an Realitätsverweigerung. Oder will man hier Freunden aus der Rostocker Wirtschaft ein gutes Geschäft ermöglichen? schreibt Thorsten Penk aus Rostock

/OZ/LOKAL/HRO vom 16.05.2012 00:00
(OZ) - Mieter sollten aus der CDU austreten Zum Zukunftsprogramm des Kreisverbands der Christdemokraten (OZ vom 12./13. Mai): Hoffentlich treten jetzt auch die CDU-Mitglieder aus, die Mieter sind. Denn die Zeche müssten alle Mieter Rostocks zahlen. Wir werden den Teil des CDU-Programms in Erinnerung behalten und bei der nächsten Wahl alle Mieter daran erinnern.
Christian Rudolph, Mieterverein Rostock